Gesundheit und Humor

Lachverstaendiger2Lachen ist angeboren und als erster Bindungsverstärker bei Säuglingen sowie in der weiteren Entwicklung des Menschen ein wichtiges soziales Mittel für Bindung, Kontakt und Kommunikation.

Das Lachen ist so alt wie die Menschheit und älter als die Sprache. So diente es schon immer der Autoregulation bei Stress, Konflikten und Erkrankungen sowie im sozialen Kontext als Bindungsverstärker, sowie beim Konflikt- und Spannungsabbau.

1960 hat Norman Cousin die ersten wissenschaftlich untersuchten Zusammenhänge zwischen dem Lachen und dessen gesundheitlichen Auswirkungen auf den Weg gebracht. Er selbst litt an einer schweren und schmerzhaften Erkrankung und konnte mit Hilfe seines Arztes nachweisen, dass Lachen seinen Heilungsprozess unterstützte und zu einer deutlichen Schmerzlinderung beitrug.

William Fry begründete die Gelotologie (Wissenschaft vom Lachen). Er gründete 1964 sein Institut für Humorforschung. Seit dem steigt die Anzahl der Forscher, die sich wissenschaftlich fundiert mit den Auswirkungen von Humor und Lachen auf unsere Gesundheit befassen.
Diese Forschung belegt u.a., dass z.B. 20 Sekunden Lachen (so Standfort Prof. W. Fry) für die Fitness mit 5 Minuten Rudertraining gleichzusetzten sind – nur eben lustiger – und die Heidelberger Gesellschaft für biologische Krebsabwehr befindet: eine Minute Lachen ersetzt 45 Minuten Entspannungstraining.
Bei Probanden, die Filme wie z.B. Mr. Bean gesehen haben, erhöhte sich die Schmerztoleranz - sie konnten ihre Hände länger in Eiswasser tauchen (so Schweizer Forscher) als die Vergleichsgruppe, die keine erheiternden Filme gesehen hatte. In anderen Studien wurde bei den Probanden eine Blutdruckmanschette immer stärker aufgepumpt, auch hier hatten die Studienteilnehmer mit einer Dosis vorrausgehendem Humor eine deutlich größere Schmerztoleranz gezeigt.

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Daneben bewirkt Lachen unter anderem:

  • aktiviert Glücksbotenstoffe im Gehirn, die für unser Wohlbefinden sorgen
  • stimuliert die Immunabwehr, aktiviert die Selbstheilungskräfte
  • baut Stresshormone ab
  • erweitert das Lungenvolumen, der Gasaustausch erhöht sich bei der Atmung
  • aktiviert das Herz-Kreislauf-System, fördert die Durchblutung der Muskulatur
  • regt den Stoffwechsel an, wirkt wie ein „inneres Jogging“
  • fördert die Verdauung
  • die Immunglobulin-A Antikörper zeigten sich nachweisbar nach dem Lachen im Speichel und im Blut erhöht
  • kann Störungen wie z.B. Depressionen, Angst, Schlafstörungen positiv beeinflussen
  • fördert Kreativität, Kommunikation und Motivation
  • kann zwischenmenschliche Beziehungen verbessern und soziale Kontakte fördern (Lachen als erster Bindungsverstärker – Initiator)
  • reduziert Konfliktpotential und verändert Sichtweisen
  • führt zu heiterer Gelassenheit, verstärkt die Lebensfreude

Erwachsene lachen täglich ungefähr 15 mal, während Kinder circa 400 mal täglich Lachen – das muss so nicht bleiben!

In meinen Vorträgen und Fortbildungen verstehe ich mich als Humorbotschafter mit dem Motto:
All You Need Is Laugh!

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